Fragebogen zur Evaluation von Psychotherapieverläufen (FEP-2)

Fragebogen zur Selbsteinschätzung mit 40 Items

Geeignet für Erwachsene

Deutschsprachiger Fragebogen

Lizenzkosten: € 0,00 pro Abnahme

An wen richtet sich der Fragebogen zur Evaluation von Psychotherapieverläufen?

Der Fragebogen ist geeignet für Erwachsene.

Was misst der FEP-2?

Der FEP-2 dient der kontinuierlichen Erfassung des therapeutisches Fortschritts. Daher ist der FEP-2 ein Instrument, welches sich hervorragend für Routine Outcome Monitoring (ROM), sowie die Qualitätssicherung von psychotherapeutischen und psychiatrischen Behandlungen eignet. Er kann sowohl im ambulanten, stationären und teilstationären Setting eingesetzt werden.

Wie ist der Fragebogen zur Evaluation von Psychotherapieverläufen aufgebaut?

Die 40 Items des FEP-2 erfassen den Psychotherapieverlauf in einem Gesamtwert, der psychischen Gesamtbelastung, welche sich aus vier Subskalen zusammensetzt. Diese sind: Wohlbefinden, Symptombelastung, Beziehungen/interpresonelle Probleme und Inkongruenz.

Wie erfolgt die FEP-2 Auswertung?

Zur Überprüfung von Reliabilität, Validität, den Cut-Off- und Reliable Change Werten, wurden in Lutz & Böhnke (2008) drei Studien ausgeführt. Die Gesamtwerte, die dabei von klinischen Stichproben erzielt wurden, unterscheiden sich signifikant von denen der nicht-klinischen Stichproben. Das neueste Datenset ergab interne Konsistenzwerte (Cronbach’s Alpha) zwischen .83 (Inkongruenz) und .96 (Gesamtwert). Der FEP-2 erzielte in allen Stichproben gute bis sehr gute Reliabilitätswerte und erwies sich als veränderungssensitiv.

Die kovergente Validität des FEP-2 wurde mit Hilfe von etablierten Verfahren überprüft. Es zeigten sich durchweg hohe Korrelationen, wo sie zu erwarten waren (z.B. Wohlbefinden und Symptombelastung korrelierten r=.74 mit der Symptomskala des TEaM und r=.77 mit der Symptomskala des OQ45). Diskriminante Validität ergab sich aus niedrigen Korrelationen mit unrelatierten Skalen, biespielsweise korrelierten die FEP-2 Subskalen Symptombelastung und Beziehungen nur sehr schwach (r=.13) mit der Subskala körperlicher Beschwerden des SF12.

Sowohl für den FEP-2 Gesamtwert, als auch für die Subskalen liegen Cut-Off- und Reliable Change-Werte vor. Weitere Informationen finden Sie in der nebenstehend angegebenen Literatur.

Informationen über den Fragebogen

© Lutz, W. & Böhnke, J. R.

Lutz, W., & Böhnke, J. R. (2008). Der“ Fragebogen zur Evaluation von Psychotherapieverläufen“(FEP-2): Validierungen und Manual. Univ. Trier, Fachbereich I, Psychologie.

Lutz, W., Schürch, E., Stulz, N., Böhnke, J. R., Schöttke, H., Rogner, J., & Wiedl, K. H. (2009). Entwicklung und psychometrische Kennwerte des Fragebogens zur Evaluation von Psychotherapieverläufen (FEP). Diagnostica, 55(2), 106-116.

de Jong, K., Nugter, M. A., Polak, M. G., Wagenborg, J. E., Spinhoven, P., & Heiser, W. J. (2007). The Outcome Questionnaire (OQ‐45) in a Dutch population: A cross‐cultural validation. Clinical Psychology & Psychotherapy, 14(4), 288-301.

Schürch, E., Lutz, W., & Böhnke, J. R. (2009). Identifikation abweichender Antwortmuster im „Fragebogen zur Evaluation von Psychotherapieverläufen” mithilfe der Rasch-Analyse. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie; Forschung und Praxis, 38(2), 135-144.